Este artículo solo está disponible en alemán.
Handy-PIN knacken
Kann ein kleines Gadget deine Handy-PIN knacken? Mit einem Flipper Zero und einem Bad-USB-Skript hängt sich ein Angreifer per USB-Kabel als Tastatur an dein Handy und probiert automatisch die häufigsten 4-stelligen PINs durch. Die gute Nachricht: Moderne Handys bauen nach jedem Fehlversuch längere Sperren ein – mit einer langen, ungewöhnlichen PIN und aktuellen Updates bist du gut geschü...
Kann ein kleines Gadget deine Handy-PIN knacken? Mit einem Flipper Zero und einem Bad-USB-Skript hängt sich ein Angreifer per USB-Kabel als Tastatur an dein Handy und probiert automatisch die häufigsten 4-stelligen PINs durch. Die gute Nachricht: Moderne Handys bauen nach jedem Fehlversuch längere Sperren ein – mit einer langen, ungewöhnlichen PIN und aktuellen Updates bist du gut geschützt. So funktioniert der Angriff und so schützt du dich. Mehr Sicherheits-Tipps: secureit.icu
Das sage ich im Video
Heute versuchen wir, den Login-PIN-Code eines Android-Smartphones zu knacken. Aber zuerst: Folgt mir für mehr solcher Tipps, bevor das Video vorbei ist!
Dazu benutze ich mal wieder meinen Flipper Zero und ein Programm namens „Bad USB Script". Damit kann man alle möglichen Geräte per USB-Kabel verbinden. Über das USB-Kabel funktioniert der Flipper Zero dann wie eine Art Tastatur und sendet Tastaturanschläge an das Gerät. Das will ich jetzt nutzen, um den Login-Screen zu entsperren.
Dazu starten wir das Skript auf dem Anmeldebildschirm. Ich habe hier eine vierstellige PIN vergeben, und dann probiert der Flipper Zero einfach Zahlenkombinationen durch. Jetzt hat das Android eine automatische Sperre aktiviert: 30 Sekunden Wartezeit. Der Flipper Zero wartet die Zeit ab und probiert es dann mit der nächsten PIN-Sequenz wieder. Sparen wir etwas Zeit – letztlich findet er die richtige Kombination und entsperrt das Handy.
Das Ganze ist recht simpel gemacht. Es ist ein einfacher Script-Code, ein sogenanntes Rubber-Ducky-Skript. Es wird mit Delays gearbeitet, also Verzögerungen – jeder Delay wird in Millisekunden angegeben. Mit „String" werden einfach die Tasten geschickt, die gedrückt werden sollen. Und dann werden immer in Fünferblöcken PINs ausprobiert. Das Skript kann man im Internet runterladen; es beinhaltet die häufigsten PINs. Es wartet 30 Sekunden, sendet die nächsten fünf PINs und so weiter. Irgendwann gewinnt dann ein PIN.
Ja, das war jetzt ein bisschen gefaked: Ich habe meinen PIN natürlich recht weit oben in die Liste geschrieben, damit das Handy zeitnah entsperrt. Es kann natürlich eine Weile dauern, wenn man immer fünf PINs ausprobiert, dann 30 Sekunden wartet, wieder PINs ausprobiert und so weiter. Das dauert eine ganze Weile.
Unmöglich ist es nicht. Die Handys haben natürlich diese Sicherheitsvorkehrung drin, damit es möglichst lange dauert. Aber wenn man genug Zeit hat, ist es durchaus möglich, ein Handy zu entsperren – wenn die Sicherheitsvorkehrungen entsprechend gering sind und man endlos weiter PINs ausprobieren kann. In meinem Fall ging das recht schnell, aber ich würde es als relativ schwierig einstufen, so etwas unbemerkt durchzuführen. Früher war das sicher mal möglich, aber die Betriebssystemhersteller bzw. die ganzen App-Sperren, die mit PINs arbeiten, haben nachgezogen und diese Verzögerung eingebaut – sodass es heute nicht mehr so leicht ist, so etwas zu knacken.
Folgen nicht vergessen!