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KI Gedanken – Folge 12: KI ist erst der Anfang

Warum das, was uns gerade mit KI so unglaublich vorkommt, nur der Anfang ist: Der Schlüssel zum Erfolg der Chatbots war, dass sie menschliche Sprache verstehen – und damit Zugang zu unserem gesamten Wissen bekamen. Mit dem gleichen Trick werden uns bald humanoide Roboter überraschen: Sie haben unsere Körperform und damit Zugang zu allem, was für Menschen gebaut ist – vom Auto bis zur Hau...

Warum das, was uns gerade mit KI so unglaublich vorkommt, nur der Anfang ist: Der Schlüssel zum Erfolg der Chatbots war, dass sie menschliche Sprache verstehen – und damit Zugang zu unserem gesamten Wissen bekamen. Mit dem gleichen Trick werden uns bald humanoide Roboter überraschen: Sie haben unsere Körperform und damit Zugang zu allem, was für Menschen gebaut ist – vom Auto bis zur Haustür. Was das für Sicherheit, Gesellschaft und eure Berufswahl bedeutet. KI Gedanken, Folge 12.

Das sage ich im Video

Warum das, was uns gerade mit KI so unglaublich vorkommt, nur der Anfang ist – und wir mitten in einer Transformation stecken, die wir als Gesellschaft bewältigen müssen. Und was das für euch bedeutet: für euren Berufswunsch oder für den Beruf, den ihr jetzt ausübt. Ich habe beruflich sehr viel mit KI zu tun.

Warum ist KI plötzlich so erfolgreich? Für viele fällt sie vom Himmel. Seit zwei, drei Jahren gibt es diese Chatbots. Man ruft sie auf einer Website auf – und damit sind, sagen wir mal, 80 Prozent der Menschen unterwegs. Sie sagen, sie benutzen KI, und meinen einen Chat online, hinter dem ein Modell hängt, das die Fragen beantwortet. Da stellen sie ihr ganzes Leben hinein: Sie stellen ihre Fragen, bekommen Antworten, bekommen Lebenshilfe.

Dann gibt es welche, die nutzen KI im Büro. Sie haben schon Ansätze von Automation, benutzen Agenten, die E-Mails lesen und beantworten, oder setzen eine Telefon-KI ein, die am Telefon antwortet. Das ist sozusagen das zweite Level.

Dann kommt jeder, der sich damit befasst, relativ schnell an den Punkt: Eigentlich könnte ich auch selbst Software entwickeln. Warum soll ich irgendwelche Tools benutzen, die es schon gibt? Ich kann Claude oder ChatGPT sagen, was ich möchte, und dann programmiert es mir das – ohne dass ich große Programmierkenntnisse haben muss. Das ist aus meiner Sicht noch ein Level darüber.

Ganz oben – da sind wir bei unter einem Prozent – gibt es Leute, die wirklich selbst KI entwickeln. Das gibt es in Deutschland fast gar nicht mehr. Wobei wir in Freiburg auch Black Forest Labs haben, einen Modellentwickler, der wirklich mithalten kann.

Und warum ist das Ganze jetzt so erfolgreich? Das gab es doch schon lange, habe ich doch schon im Studium gehört: neuronale Netze und so weiter, da gibt es Bücher von 1970, die jetzt alle wieder abgestaubt werden. Meiner Meinung nach ist es jetzt so interessant, weil die menschliche Sprache für diese Systeme entschlüsselt wurde. Das ist der Schlüssel zum Erfolg der Chat-GPTs von heute: Sie haben gelernt, menschliche Sprache zu lesen und sich selbst in Sprache zu äußern – in allen Sprachen der Welt. Damit hatten sie Zugang zu menschlichem Wissen. Denn wir Menschen auf der ganzen Welt haben seit vielen Hunderten von Jahren unser Wissen in Büchern niedergeschrieben und geben es von Generation zu Generation weiter. Damit war die KI in der Lage, auf das gesamte menschliche Wissen zuzugreifen, damit zu trainieren – und kann uns jetzt alle möglichen Wissensfragen beantworten.

Warum sage ich also, das ist erst der Anfang? Ich denke, mit dem gleichen Trick werden wir demnächst wieder überrascht. Wir hören ja schon von humanoiden Robotern. Die Roboter-Hunde sieht man schon länger herumlaufen, dazu Versuche und Tanzvideos von Robotern. Aber es gibt wirklich unfassbar viele Fabriken, die mit humanoiden Robotern experimentieren und sie schon sehr weit entwickelt haben – sie sind marktreif. Dort setzt man jetzt eine KI oben hinein, und dann hat man eigentlich eine wandelnde KI, die menschliche Bewegungen nachempfinden kann.

Ein Problem war noch, die menschliche Hand wirklich nachzubauen, damit diese Roboter ihre Handbewegungen genauso feinfühlig ausführen können. Aber auch das hat man mittlerweile geschafft. Man bekommt eine sehr große Sensibilität hin, sodass alle möglichen Tätigkeiten ausgeführt werden können.

Und dann passiert genau das Gleiche wie mit dem Chat im Internet, der plötzlich alles weiß: Diese Roboter haben unsere Körperform und bekommen dadurch Zugang zu allem, was wir uns erschaffen haben. Alles, was ein Mensch benutzen kann, wo ein Mensch hineingehen kann – alles ist für Menschen gemacht. Vom Auto über Türen und Gebäude bis zu Stühlen wird alles für diese wandelnden, physischen KI-Systeme ganz leicht erreichbar sein. So finden sie sehr schnell Zugang zu unserem Leben, wenn sie auf den Markt kommen.

Wir sind also erst am Anfang. Wir sollten zusehen, dass wir die ganzen KI-Sicherheitsprobleme und Nutzungsprobleme schon jetzt in den Griff bekommen. Denn wenn dann die humanoiden Roboter kommen, vervielfacht sich diese Problematik noch. Ihr könnt euch vorstellen: Wenn so ein Roboter falsch läuft, kann er Dinge kaputt machen oder Sicherheitsprobleme verursachen. Er öffnet Fremden die Tür. Man kann ihn übernehmen und sicher auch für Spionagezwecke benutzen. Da gibt es jede Menge zu tun.

Bildet euch beruflich in diese Richtung weiter – das wird die Zukunft sein. Wir werden um das Thema nicht herumkommen, und es wird alle wieder überraschen, wenn diese Roboter da sind. Dann sind wir bestens aufgestellt und haben uns zumindest auf das vorbereitet, was kommt.

Weitere Videos gibt es auf TikTok, Instagram und YouTube.

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