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KI Gedanken – Folge 2: KI in Firmen
Firmen in Deutschland hinken bei KI hinterher – und das liegt nicht an der KI. Schon die Digitalisierung hängt, Daten sind nicht sauber klassifiziert, Prozesse nicht beschrieben. Dazu Datenschutz, NIS2 und der EU AI Act. Wer jetzt schnell ein KI-System auf unsaubere Daten setzt, macht alles nur schlimmer. Was es braucht: saubere Prozesse, Know-how und Menschen, die beides können. Studien...
Firmen in Deutschland hinken bei KI hinterher – und das liegt nicht an der KI. Schon die Digitalisierung hängt, Daten sind nicht sauber klassifiziert, Prozesse nicht beschrieben. Dazu Datenschutz, NIS2 und der EU AI Act. Wer jetzt schnell ein KI-System auf unsaubere Daten setzt, macht alles nur schlimmer. Was es braucht: saubere Prozesse, Know-how und Menschen, die beides können. Studiengänge und Ausbildungen dafür entstehen gerade erst – also lernt selbst, probiert aus und bringt uns nach vorne. KI Gedanken, Folge 2. Mehr auf secureit.icu
Das sage ich im Video
Schaut euch einfach mal an, was auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland gerade los ist. Die Firmen in Deutschland hinken total hinterher mit der Umstellung auf KI-Systeme.
Das liegt daran, dass schon die Digitalisierung in Deutschland komplett hinterherhinkt – also dass man überhaupt digitale Prozesse hat. Das mag in der einen oder anderen Firma schon ganz gut umgesetzt sein. Aber die wenigsten kennen ihre Daten und haben sie so klassifiziert, dass sie sie jetzt auch in einem KI-System zu sinnvollen Ergebnissen umwandeln können.
Und wenn, dann gibt es diese ganzen Hürden: Datenschutz, NIS2, Gesetze – wo die Firmen kämpfen und Schwierigkeiten haben, in die Umsetzung zu kommen. Jetzt ist auch noch der AI Act da, also dass die EU den Umgang mit KI-Systemen anders regelt als der Rest der Welt.
In Amerika geht es natürlich vorwärts, dort wird KI wie wild überall eingesetzt. Entsprechend reguliert sich der Arbeitsmarkt dort auf eine ganz andere Art und Weise. Da kann man sich schon mal Prognosen holen, wie das bei uns kommen würde, wenn wir diese Gesetze nicht hätten.
Und jetzt müssen wir in Deutschland trotzdem ins Handeln kommen, weil sonst einfach die Produktivität hinten rausfällt. Wir müssen schauen, dass wir KI in den Unternehmen umsetzen. Das heißt, wir müssen gesellschaftlich lernen, damit umzugehen – nach unseren Regeln und Gesetzen, die wir uns auferlegt haben. Die sind auch sehr gut und sehr wichtig, die schützen uns. Aber sie halten uns nicht davon ab, KI jetzt einzuführen.
Wir haben ganz andere Probleme, die wir schon vor Jahren hätten lösen müssen, in den Firmen und in den Behörden: dass wir die Daten sauber in den Griff bekommen, dass wir Prozesse sauber kennen und beschreiben können, damit eine Automation an der Stelle überhaupt möglich ist. Uns fehlt schon das Personal, um den ersten Schritt zu machen, weil wir das seit Jahren nicht machen. Und uns fehlt auch das Personal, um jetzt den zweiten Schritt mit der KI zu gehen.
Es ist schnell ein KI-System aufgesetzt, das dann mit unsauberen Daten arbeitet und unsaubere Ergebnisse liefert. Das macht alles nur noch schlimmer. Es braucht einen richtig sauberen Prozess: mit echtem Know-how, was KI-Systeme können, und mit Prozessen, die definiert und ausgearbeitet sind – getragen von den Fachbereichen, die das verantworten müssen, in einem gelenkten Management-System (IMS), das Normen, Gesetze und so weiter aufgreift.
Dafür braucht es Personal, und dafür müsst ihr euch natürlich ausbilden lassen. Ihr müsst verstehen, was es braucht. Ihr müsst mit Menschen umgehen können und mit ihnen sprechen, wie ihre tägliche Arbeit aussieht. Ihr müsst mit KI-Systemen umgehen können: wissen, wozu sie in der Lage sind und wozu nicht, was dort erlaubt ist und was nicht. Und dann entsprechend die Prozesse in den Firmen in Deutschland umsetzen.
Allein in Baden-Württemberg sind es schon 450.000 Betriebe, in Deutschland sind es zwei, drei Millionen Betriebe, die jetzt automatisiert und mit KI-Systemen optimiert werden müssen.
Dafür gibt es noch gar keine Studiengänge. Es gibt noch keine Ausbildungsberufe – die entstehen gerade erst. In den Schulen gibt es noch keinen Unterricht dazu. Das heißt, ihr müsst privat da reingehen. Schaut euch alles an, probiert Dinge aus, seid kreativ, seid offen, setzt eure Energie in die Zukunft. Und dann geht ihr in die Firmen rein und bringt uns nach vorne. Das ist das, was es jetzt brauchen wird.
Es ist gar nicht so wichtig zu wissen: Welchen Studiengang mache ich jetzt? Welchen Studiengang gibt es morgen noch? Es ist genug Arbeit da, und die wird auch nicht einfach von alleine erledigt. Das müssen wir schon selber machen – sonst werden wir international zurückbleiben. Davon bin ich überzeugt.