Büro Awareness mit Phishing Training

Kostprobe: Lektion 6 von 19 aus dem Online-Kurs „Büro Awareness mit Phishing Training“, genau so, wie Teilnehmende sie sehen.

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Der Absender – Wem vertrauen?

Das erwartet Sie hier

Warum der Absender einer E-Mail nichts beweist: In einer Live-Demo wird gezeigt, wie sich mit wenigen Befehlen ein beliebiger Absender fälschen lässt.

Kurz aus dem Video

Warum der Absender nichts beweist: In einer Live-Demo zeigt Patrick, wie sich per Telnet über das SMTP-Protokoll mit wenigen Befehlen ein beliebiger Absender fälschen lässt. Eine E-Mail ist damit keine unterschriebene, versiegelte Post, sondern eher eine offene Postkarte, fälschbar und unterwegs lesbar.

Nachdem wir wissen, wie eine E-Mail durchs Internet läuft, kommen wir zur ersten großen Fallstrick-Frage: Woher weiß der Empfänger eigentlich, wer der Absender wirklich ist?

Die ernüchternde Antwort: gar nicht sicher. Der empfangende Mailserver muss die Mail annehmen und die darin angegebene Absenderadresse akzeptieren, auch wenn sie frei erfunden ist.

Absender fälschen, eine Sache weniger Befehle

In der Live-Demo im Video wird gezeigt, wie sich das ausnutzen lässt. Mit dem simplen Werkzeug Telnet baut man eine textbasierte Verbindung zu einem SMTP-Mailserver auf und führt der Reihe nach ein paar Befehle aus:

  • Der Server begrüßt mit einem HELO und nennt seinen Namen.
  • Man gibt Absender (MAIL FROM) und Empfänger (RCPT TO) an, erfolgreiche Befehle bestätigt der Server jeweils mit 250.
  • Mit DATA folgt die eigentliche Nachricht samt Titel und Text; abgeschlossen wird sie mit einem einzelnen Punkt.

Fertig und schon landet eine E-Mail im Postfach, deren Absender und Inhalt komplett erfunden sind.

Merke

Der angezeigte Absender einer E-Mail ist kein Beweis. Er lässt sich mit wenigen Handgriffen fälschen. Leider nehmen noch immer sehr viele Mailserver einfach alles an.

Der treffende Vergleich

Die E-Mail wird gern „elektronische Post" genannt, als wäre sie ein verschlossener, unterschriebener Brief mit Poststempel. Das ist sie nicht.

  • Ein Brief ist versiegelt, trägt einen Stempel und eine Unterschrift, die den Absender bestätigt.
  • Eine E-Mail kann in Absender und Inhalt gefälscht, auf dem gesamten Transportweg mitgelesen und sogar verändert werden.
Gut zu wissen

Eine E-Mail gleicht also eher einer maschinell geschriebenen Postkarte, die offen für alle lesbar im Briefkasten liegt. Nachträglich lässt sich zwar mit Hilfe der beteiligten Server und meist nur per Gerichtsbeschluss zurückverfolgen, ob eine Mail echt ist. Als Anwender können wir das aber nicht, wir müssen dem Inhalt vertrauen, solange die Mail keine besonderen Prüfmerkmale trägt. Und die fehlen im Standard.

Quizfrage

Wie prüfen Sie, ob eine Absenderadresse vertrauenswürdig ist?

Mehrere Antworten können richtig sein.

Gefällt Ihnen, was Sie sehen?

Der ganze Kurs hat 19 Lektionen in dieser Art. Jede Person bekommt am Ende eine Teilnahmebescheinigung mit Prüfnummer.

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