Bedrohungslage
mittel

MIT Kerberos: Schwachstelle ermöglicht Denial of Service

WID-SEC-2023-2035 · erstmals 11.08.2023 · aktualisiert 29.05.2026 · CVSS 7,5

×

Worum es geht

Kerberos ist ein verteilter Netzwerkdienst zur Authentifizierung. MIT Kerberos ist die freie Implementierung des "Kerberos network authentication protocol", des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Ein entfernter, anonymer Angreifer kann eine Schwachstelle in MIT Kerberos ausnutzen, um einen Denial of Service Angriff durchzuführen.

Unter welchen Bedingungen?

Über das Netz und ohne Anmeldung. Das ist die gefährlichste Kombination: Angreifer können erreichbare Geräte automatisiert absuchen.

Was schlimmstenfalls passieren kann

Ein Angreifer könnte die Lücke nutzen, um

  • einen Denial of Service Angriff durchzuführen

Bin ich betroffen?

Betroffen sind laut BSI:

  • Red Hat Enterprise Linux
  • Gentoo Linux
  • Xerox FreeFlow Print Server v9
  • MIT Kerberos <krb5-1.21-3.fc38
  • IBM Security Guardium 12.0
  • RESF Rocky Linux

Die installierte Version steht meist unter „Hilfe → Über“ oder in der Verwaltungsoberfläche des Geräts.

Was hilft?

Aktualisieren auf mindestens:

  • MIT Kerberos krb5-1.21-3.fc38

Wird die Lücke schon ausgenutzt?

Keine der CVEs steht im CISA-Katalog ausgenutzter Lücken. Das heißt nicht, dass es keine Angriffe gibt, nur dass keine belegt sind.

Informationen und Quellen

CVE: CVE-2023-39975

Quelle: BSI, Warn- und Informationsdienst (CERT-Bund); CISA. Die Einordnung der Bedingungen ist meine Lesart des BSI-Textes; die Fremdseiten sind in ihrer Originalsprache.

In einer Stunde eingerichtet, in einer Woche geschult.

Konto kostenlos anlegen, Team eintragen, Kurs freischalten. Bezahlt wird erst beim Start. Lieber erst sehen, wie eine Test-Mail aussieht? Der Selbsttest ist kostenlos.

Team eintragen Erst selbst testen