Internet Systems Consortium BIND: Mehrere Schwachstellen ermöglichen Denial of Service
WID-SEC-2025-1198 · erstmals 19.05.2020 · aktualisiert 28.04.2026 · CVSS 8,6
Worum es geht
BIND (Berkeley Internet Name Domain) ist ein Open-Source-Softwarepaket, das einen Domain-Name-System-Server implementiert. Ein entfernter, anonymer Angreifer kann mehrere Schwachstellen in Internet Systems Consortium BIND ausnutzen, um einen Denial of Service Angriff durchzuführen oder sonstige Auswirkungen zu verursachen.
Unter welchen Bedingungen?
Über das Netz und ohne Anmeldung. Das ist die gefährlichste Kombination: Angreifer können erreichbare Geräte automatisiert absuchen.
Was schlimmstenfalls passieren kann
Ein Angreifer könnte die Lücke nutzen, um
- einen Denial of Service Angriff durchzuführen oder sonstige Auswirkungen zu verursachen
Bin ich betroffen?
Betroffen sind laut BSI:
- Open Source CentOS
- Debian Linux
- HPE HP-UX
- IBM AIX
- Juniper JUNOS
- Red Hat Enterprise Linux
- Avaya CMS
- Ubuntu Linux
- F5 BIG-IP
- SUSE Linux
- Oracle Linux
- Oracle VM
und 16 weitere
Die installierte Version steht meist unter „Hilfe → Über“ oder in der Verwaltungsoberfläche des Geräts.
Was hilft?
Aktualisieren auf mindestens:
- Internet Systems Consortium BIND 9.11.19
- Internet Systems Consortium BIND 9.14.12
- Internet Systems Consortium BIND 9.16.3
- Internet Systems Consortium BIND 9.11.19-S1
- Juniper Junos Space 20.3R1
Wird die Lücke schon ausgenutzt?
Keine der CVEs steht im CISA-Katalog ausgenutzter Lücken. Das heißt nicht, dass es keine Angriffe gibt, nur dass keine belegt sind.
Informationen und Quellen
- Originalmeldung des BSI (WID)
- ISC: CVE-2020-8617 vom 2020-05-18 kb.isc.org
- ISC: CVE-2020-8616 vom 2020-05-18 kb.isc.org
- Ubuntu Security Notice USN-4365-1 vom 2020-05-19 usn.ubuntu.com
- Debian Security Advisory DSA-4689 vom 2020-05-20 lists.debian.org
- Infoblox #12006 vom 2020-05-19 support.infoblox.com
- SUSE Security Update SUSE-SU-2020:1350-1 vom 2020-05-21 www.suse.com
- Arch Linux Security Advisory ASA-202005-13 vom 2020-05-21 security.archlinux.org
- Ubuntu Security Notice USN-4365-2 vom 2020-05-20 usn.ubuntu.com
- F5 Knowledge-Base K05544642 vom 2020-05-25 support.f5.com
- Red Hat Security Advisory RHSA-2020:2338 vom 2020-05-28 access.redhat.com
- Red Hat Security Advisory RHSA-2020:2345 vom 2020-06-01 access.redhat.com
- Red Hat Security Advisory RHSA-2020:2344 vom 2020-06-01 access.redhat.com
- CentOS Security Advisory CESA-2020:2344 vom 2020-06-01 centos-announce.2309468.n4.nabble.com
- Oracle Linux Security Advisory ELSA-2020-2344 vom 2020-06-02 oss.oracle.com
- Debian Security Advisory DLA 2227 vom 2020-05-31 lists.debian.org
- Exploit auf nxnsattack.com www.nxnsattack.com
- Red Hat Security Advisory RHSA-2020:2383 vom 2020-06-03 access.redhat.com
- Oracle Linux Security Advisory ELSA-2020-2383 vom 2020-06-04 oss.oracle.com
- CentOS Security Advisory CESA-2020:2383 vom 2020-06-04 centos-announce.2309468.n4.nabble.com
- Red Hat Security Advisory RHSA-2020:2404 vom 2020-06-06 access.redhat.com
- ORACLE OVMSA-2020-0021 vom 2020-06-06 oss.oracle.com
- Avaya Advisory ASA-2020-079 vom 2020-06-11 downloads.avaya.com
- Red Hat Security Advisory RHSA-2020:2441 vom 2020-06-17 access.redhat.com
- Red Hat Security Advisory RHSA-2020:2439 vom 2020-06-17 access.redhat.com
- Red Hat Security Advisory RHSA-2020:2449 vom 2020-06-17 access.redhat.com
und 26 weitere Quellen in der Originalmeldung
CVE: CVE-2020-8616, CVE-2020-8617
Quelle: BSI, Warn- und Informationsdienst (CERT-Bund); CISA. Die Einordnung der Bedingungen ist meine Lesart des BSI-Textes; die Fremdseiten sind in ihrer Originalsprache.