Keycloak (SAML brokering): Schwachstelle ermöglicht Manipulation von Dateien
WID-SEC-2026-0147 · erstmals 20.01.2026 · aktualisiert 07.04.2026 · CVSS 3,1
Worum es geht
Keycloak ermöglicht Single Sign-On mit Identity and Access Management für moderne Anwendungen und Dienste. Ein entfernter, anonymer Angreifer kann eine Schwachstelle in Keycloak ausnutzen, um Dateien zu manipulieren, was zu einer Umgehung der Authentifizierung oder einem Denial-of-Service führen kann.
Unter welchen Bedingungen?
Über das Netz und ohne Anmeldung. Das ist die gefährlichste Kombination: Angreifer können erreichbare Geräte automatisiert absuchen.
Was schlimmstenfalls passieren kann
Ein Angreifer könnte die Lücke nutzen, um
- Dateien zu manipulieren
- was zu einer Umgehung der Authentifizierung oder einem Denial-of-Service führen kann
Bin ich betroffen?
Betroffen sind laut BSI:
- Red Hat Enterprise Linux
- Open Source Keycloak SAML brokering
- Hitachi Ops Center Common Services <11.0.8-00
Die installierte Version steht meist unter „Hilfe → Über“ oder in der Verwaltungsoberfläche des Geräts.
Was hilft?
Aktualisieren auf mindestens:
- Hitachi Ops Center Common Services 11.0.8-00
Wird die Lücke schon ausgenutzt?
Keine der CVEs steht im CISA-Katalog ausgenutzter Lücken. Das heißt nicht, dass es keine Angriffe gibt, nur dass keine belegt sind.
Informationen und Quellen
- Originalmeldung des BSI (WID)
- Red Hat Bugtracker vom 2026-01-19 bugzilla.redhat.com
- RedHat Customer Portal vom 2026-01-19 access.redhat.com
- Red Hat Security Advisory RHSA-2026:3948 vom 2026-03-05 access.redhat.com
- Red Hat Security Advisory RHSA-2026:3947 vom 2026-03-05 access.redhat.com
- Hitachi Vulnerability Information HITACHI-SEC-2026-117 vom 2026-04-07 www.hitachi.com
CVE: CVE-2026-1190
Quelle: BSI, Warn- und Informationsdienst (CERT-Bund); CISA. Die Einordnung der Bedingungen ist meine Lesart des BSI-Textes; die Fremdseiten sind in ihrer Originalsprache.