Oracle Java SE and GraalVM, und OpenJDK: Schwachstelle ermöglicht Umgehen von Sicherheitsvorkehrungen
WID-SEC-2026-4139 · erstmals 23.10.2026 · aktualisiert 29.10.2026 · CVSS 9,1
Worum es geht
Die Java Platform, Standard Edition (SE) ist eine Sammlung von Java-APIs (JDK) und der Java Laufzeit Umgebung (JRE). GraalVM ist eine universelle virtuelle Maschine zum Ausführen von Anwendungen, die in JavaScript, Python, Ruby, R, JVM-basierten Sprachen wie Java, Scala, Groovy, Kotlin, Clojure und LLVM-basierten Sprachen wie C und C++ geschrieben wurden. OpenJDK ist eine Java Umgebung, die unter der GPLv2 veröffentlicht wird. Ein entfernter, anonymer Angreifer kann eine Schwachstelle in Oracle Java SE, Oracle GraalVM und OpenJDK ausnutzen, um Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen und dadurch Daten offenzulegen oder zu verändern.
Unter welchen Bedingungen?
Über das Netz und ohne Anmeldung. Das ist die gefährlichste Kombination: Angreifer können erreichbare Geräte automatisiert absuchen.
Was schlimmstenfalls passieren kann
Ein Angreifer könnte die Lücke nutzen, um
- Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen
- dadurch Daten offenzulegen oder zu verändern
Bin ich betroffen?
Betroffen sind laut BSI:
- Debian Linux
- Amazon Linux 2
- Red Hat Enterprise Linux
- HCL Domino
- Broadcom Fabric OS
- IBM Semeru Runtime
- Oracle Java SE <8u511
- Oracle Java SE <8u511-perf
- Oracle Java SE <11.0.33
- Oracle Java SE <17.0.21
- Oracle Java SE <21.0.13
- Oracle Java SE <25.0.5
und 5 weitere
Die installierte Version steht meist unter „Hilfe → Über“ oder in der Verwaltungsoberfläche des Geräts.
Was hilft?
Aktualisieren auf mindestens:
- Oracle Java SE 8u511
- Oracle Java SE 8u511-perf
- Oracle Java SE 11.0.33
- Oracle Java SE 17.0.21
- Oracle Java SE 21.0.13
- Oracle Java SE 25.0.5
- Oracle Java SE 27.0.1
- Oracle GraalVM for JDK 17.0.21
- Oracle GraalVM for JDK 21.0.13
- Oracle GraalVM Enterprise Edition 21.3.20
Wird die Lücke schon ausgenutzt?
Keine der CVEs steht im CISA-Katalog ausgenutzter Lücken. Das heißt nicht, dass es keine Angriffe gibt, nur dass keine belegt sind.
Informationen und Quellen
- Originalmeldung des BSI (WID)
- Oracle Security Alert Advisory vom 2026-10-22 www.oracle.com
- OpenJDK Vulnerability Advisory: 2026/10/21 openjdk.org
- Amazon Linux Security Advisory ALAS2-2026-4040 vom 2026-10-25 alas.aws.amazon.com
- Amazon Linux Security Advisory ALAS2-2026-4039 vom 2026-10-25 alas.aws.amazon.com
- Amazon Linux Security Advisory ALAS2CORRETTO8-2026-026 vom 2026-10-25 alas.aws.amazon.com
- Brocade Security Advisory vom 2026-10-27 support.broadcom.com
- IBM Security Bulletin 7293552 vom 2026-10-26 www.ibm.com
- HCL Security Bulletin vom 2026-10-28 support.hcl-software.com
- Debian Security Advisory DSA-6588 vom 2026-10-27 lists.debian.org
- Red Hat Security Advisory RHSA-2026:88347 vom 2026-10-28 access.redhat.com
- Red Hat Security Advisory RHSA-2026:88353 vom 2026-10-28 access.redhat.com
- Debian Security Advisory DSA-6591 vom 2026-10-29 security-tracker.debian.org
CVE: CVE-2026-91403
Quelle: BSI, Warn- und Informationsdienst (CERT-Bund); CISA. Die Einordnung der Bedingungen ist meine Lesart des BSI-Textes; die Fremdseiten sind in ihrer Originalsprache.