Wie ist die aktuelle Lage in Deutschland im Büro?
Letzte 30 Tage: vom 01.10.2026 bis heute. Gilt für Lagekarte, Verlauf und die Listen; die Weltkarte hat feste Zeiträume, das steht jeweils darunter.
Wo in einem Betrieb die aktuellen Lücken sitzen
23 Lücken hat die US-Behörde CISA in den letzten 30 Tagen in ihren Katalog nachweislich ausgenutzter Schwachstellen aufgenommen, die sich einem Ort im Haus zuordnen lassen. Der Katalog nennt keinen Schweregrad: Jede dieser Lücken wird bereits für Angriffe genutzt.
Kreis oder Bereich anklicken für die einzelnen Meldungen. Bild: KI-generiert.
Je größer der Kreis, desto mehr Warnungen roter Rand: mindestens eine kritische oder nachweislich ausgenutzte
- 9 Firewall, VPN und Router Fortinet (2) · Secure Firewall ASA Software and Cisco Secure FTD Software (1) · Arista VeloCloud Orchestrator (1) Details ansehen →
- 7 Website, Hosting und Cloud PHP (2) · Adobe Commerce and Magento (1) · Apache Struts (1) Details ansehen →
- 4 Serverraum Zammad (2) · VMware (1) · Linux Kernel (1) Details ansehen →
- 2 Software-Entwicklung GitLab (1) · Atlassian-Produkte (Confluence, Jira und weitere) (1) Details ansehen →
- 1 Büro-Arbeitsplätze Microsoft Windows (1) Details ansehen →
- 0 Zentrale KI-Dienste Details ansehen →
- 0 Mobiles Arbeiten und Fernzugriff Details ansehen →
So ordne ich zu: Jede Warnung landet in genau einem Bereich, je nachdem, welche Software betroffen ist. Gemietete Cloud-Dienste wie Microsoft 365, SharePoint Online oder Google Workspace kommen hier nicht vor. Deren Anbieter müssen dieselben Lücken schließen, spielen die Korrekturen aber selbst ein, das fällt nicht auf Ihren Betrieb zurück. Die Karte zeigt nur, was Sie oder Ihr IT-Dienstleister selbst aktualisieren müssen. Ein Webserver im Internet kann dabei in zwei Bereichen auftauchen: mit der Website-Software unter „Website, Hosting und Cloud“, mit Linux, Datenbank und Backup unter „Serverraum“.
Quelle: BSI, Warn- und Informationsdienst (CERT-Bund). Allgemeine Bibliotheken, die in fast jeder Software stecken (etwa OpenSSL oder glibc), zähle ich keinem Bereich zu. Die Einordnung stammt von mir, nicht vom BSI. Zur Wochenlage im Detail ↓
Zeitraum: letzte 30 Tage, vom 01.10.2026 bis heute, wie oben gewählt.
Meldungen je Tag und Bereich
Jeder Balken zeigt, wie viele Warnungen das BSI am Tag erstmals veröffentlicht hat, gestapelt nach Schweregrad. Spätere Aktualisierungen zählen am Tag der Erstmeldung. Balken anfahren zeigt die Zahlen.
| 1 | 6 | 11 | 16 | 21 | 26 | 30 | gesamt | ||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Serverraum | 119 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Firewall, VPN und Router | 46 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Software-Entwicklung | 31 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Website, Hosting und Cloud | 28 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Büro-Arbeitsplätze | 26 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Zentrale KI-Dienste | 20 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Mobiles Arbeiten und Fernzugriff | 13 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Alle Bereiche | 13 | 6 | 9 | 11 | 19 | 20 | 24 | 10 | 13 | 34 | 19 | 12 | 7 | 14 | 17 | 16 | 10 | 11 | 5 | 2 | 11 | 283 |
kritischhochmittelniedrig
Zeitraum: letzte 30 Tage, vom 01.10.2026 bis heute, wie oben gewählt. Ein Balken je Tag.
Woher Angriffe auf Betriebe in Deutschland kommen, laut den Betrieben
Bitkom Research fragt jedes Jahr Unternehmen in Deutschland, ob sie von Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage betroffen waren und woher die Täter kamen. Viele Betriebe nennen mehrere Herkünfte. Ich rechne deshalb alle Angaben auf 100 Prozent um: Die Zahlen zeigen, welchen Anteil eine Herkunft an allen Angaben hat. Es bleibt eine Einschätzung der Betriebe, kein technischer Nachweis.
Zahl im Kreis: Anteil an allen Herkunftsangaben der betroffenen Betriebe Pfeil: genannte Herkunft; grau aus dem Pazifik: Herkunft unklar
- China 22 %
- Russland 21 %
- Osteuropa (ohne EU und Russland) 14 %
- USA 11 %
- EU-Länder (ohne Deutschland) 11 %
- Deutschland 5 %
- Iran 4 %
- Herkunft unklar 11 %
In der Studie ergeben die Herkunftsangaben zusammen 236 Prozent, weil Betriebe mehrere nennen konnten. Hier sind sie auf 100 Prozent umgerechnet; den Studienwert je Herkunft zeigt der Tooltip. Rundungsbedingt ergibt die Summe 99 %.
62 Prozent der betroffenen Betriebe nennen organisierte Kriminalität als Täter, 37 Prozent einen ausländischen Nachrichtendienst. Dass ein Angriff aus einem Land kommt, heißt also nicht, dass ein Staat dahintersteht.
Quelle: Bitkom Research, Studie Wirtschaftsschutz 2026, befragt wurden 1.003 Unternehmen ab 10 Beschäftigten, davon 671 betroffen. Frage: „Konnten Sie feststellen, von wo aus bzw. aus welcher Region diese Handlungen vorgenommen wurden?“ Kartengrundlage: Natural Earth. Zur Studie (PDF)
Zeitraum: Diese Karte folgt der Auswahl oben nicht. Sie zeigt die Bitkom-Studie 2026, eine Befragung mit einem Wert für das ganze Jahr.
In den letzten 30 Tagen hat das BSI 77 neue Warnungen zu Software veröffentlicht, die in Betrieben täglich läuft.
Die amtliche Meldelage, auf Ihre Büroarbeitsplätze zugeschnitten. Ich hole sie zweimal täglich beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und zeige hier nur, was auf normalen Bürorechnern und in fast jedem Betrieb läuft. Jede Zeile führt zur Originalmeldung des BSI. Die Lagekarte oben zählt alle Bereiche im Haus, deshalb ist die Zahl dort größer.
8
kritisch42
hoch24
mittel55
ältere, nur aktualisiertGezählt sind nur Warnungen, die das BSI im Zeitraum zum ersten Mal veröffentlicht hat. Ältere, nur aktualisiert sind frühere Warnungen, die das BSI im Zeitraum ergänzt hat, etwa weil der Hersteller ein Update nachgeliefert hat. Sie stehen nicht in den Zahlen; über „Mit Aktualisierungen“ in der Lagekarte zählen sie mit.
Betroffen ist, was bei Ihnen läuft
-
kritisch
GitLab
2 Meldungen
- GitLab: Mehrere Schwachstellen kritisch · WID-SEC-2026-3858
- GitLab: Mehrere Schwachstellen hoch · WID-SEC-2026-4115
-
kritisch
Nextcloud
3 Meldungen
- Collabora Online Built-in CODE Server (NextCloud): Schwachstelle ermöglicht Ausführen von beliebigem Programmcode mit Benutzerrechten kritisch · WID-SEC-2026-4011
- Nextcloud (Server, Tables, Whiteboard, Files Confidential, Collectives, Richdocuments): Mehrere Schwachstellen mittel · WID-SEC-2026-4185
- Nextcloud: Mehrere Schwachstellen mittel · WID-SEC-2026-3840
-
kritisch
Fortinet
9 Meldungen
- Fortinet FortiMail: Schwachstelle ermöglicht Manipulation von Dateien kritisch · WID-SEC-2026-3701
- Fortinet FortiSandbox: Mehrere Schwachstellen hoch · WID-SEC-2026-3940
- Fortinet FortiOS, FortiManager, FortiAnalyzer, FortiMail und FortiAuthenticator: Mehrere Schwachstellen ermöglichen nicht spezifizierten Angriff hoch · WID-SEC-2026-4133
- Fortinet FortiSIEM: Mehrere Schwachstellen ermöglichen Codeausführung hoch · WID-SEC-2026-3934
- Fortinet FortiAnalyzer und FortiManager: Mehrere Schwachstellen ermöglichen SQL-Injection hoch · WID-SEC-2026-3935
- Fortinet FortiMail: Schwachstelle ermöglicht Codeausführung hoch · WID-SEC-2026-3929
- Fortinet FortiOS: Schwachstelle ermöglicht Denial of Service mittel · WID-SEC-2026-3933
- Fortinet FortiManager: Schwachstelle ermöglicht Privilegieneskalation mittel · WID-SEC-2026-3939
- Fortinet FortiOS, FortiProxy und Fortinet FortiSwitch: Schwachstelle ermöglicht Denial of Service niedrig · WID-SEC-2026-3932
- kritisch Microsoft 365 und Office
- kritisch SonicWall
- kritisch Cisco Secure Email Gateway
- kritisch Microsoft Windows
- kritisch Cisco Catalyst SD-WAN Manager
- hoch Cisco Secure Firewall Threat Defense und Cisco ASA
- hoch Sophos Unified Threat Management (UTM) Software
-
hoch
Atlassian-Produkte (Confluence, Jira und weitere)
2 Meldungen
-
hoch
Google Chrome und Microsoft Edge
6 Meldungen
- Google Chrome / Microsoft Edge: Mehrere Schwachstellen hoch · WID-SEC-2026-3761
- Google Chrome / Microsoft Edge: Mehrere Schwachstellen hoch · WID-SEC-2026-4067
- Google Chrome / Microsoft Edge: Mehrere Schwachstellen hoch · WID-SEC-2026-3982
- Microsoft Edge: Mehrere Schwachstellen ermöglichen Codeausführung hoch · WID-SEC-2026-4040
- Google Chrome / Microsoft Edge: Mehrere Schwachstellen hoch · WID-SEC-2026-3737
- Google Chrome: Mehrere Schwachstellen hoch · WID-SEC-2026-3905
Quelle: BSI, Warn- und Informationsdienst (CERT-Bund). Stand 30.10.2026, 08:43 Uhr.
Zeitraum: letzte 30 Tage, vom 01.10.2026 bis heute, wie oben gewählt.
Und das wird bereits angegriffen
Eine Lücke ist das eine. Diese hier werden nachweislich ausgenutzt — die US-Cybersicherheitsbehörde führt darüber einen offenen Katalog, und ihre eigenen Behörden müssen daraufhin binnen Frist handeln.
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ausgenutzt
Cisco Secure Firewall ASA Software and Cisco Secure FTD Software
So wird sie ausgenutzt: Präparierte Eingaben bringen die Software dazu, etwas zu tun, das sie nicht soll. Die Einzelheiten stehen in der verlinkten Beschreibung. Solche Geräte stehen am Übergang zum Internet. Angreifer finden sie per automatischer Suche, ganz ohne Zutun Ihrer Leute.
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ausgenutzt
Broadcom VMware ESX
So wird sie ausgenutzt: Präparierte Eingaben bringen die Software dazu, etwas zu tun, das sie nicht soll. Die Einzelheiten stehen in der verlinkten Beschreibung. Steht ein Server nur im Haus, ist er meist der zweite Schritt: Wer schon im Netz ist, etwa nach einer Phishing-Mail, springt von hier aus weiter zu Daten und Backups. Mail- und Dateiserver wie Exchange, SharePoint Server oder Nextcloud hängen aber oft direkt am Internet und sind dann genauso offen wie eine Website.
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ausgenutzt
Adobe Commerce and Magento
So wird sie ausgenutzt: Unkontrollierter Upload: Angreifer laden eine Datei mit Schadcode hoch und rufen sie anschließend auf. Die Anwendung ist aus dem Internet erreichbar und wird rund um die Uhr automatisiert abgesucht.
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ausgenutzt
Google Brotli
So wird sie ausgenutzt: Speicherfehler: Präparierte Daten – eine Webseite, eine Datei oder ein Netzwerkpaket – bringen das Programm dazu, eingeschleusten Code auszuführen.
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ausgenutzt
Fortinet Multiple Products
So wird sie ausgenutzt: Verzeichnis-Ausbruch: Mit manipulierten Dateipfaden greifen Angreifer auf Dateien außerhalb des erlaubten Bereichs zu, etwa auf Konfiguration oder Zugangsdaten. Solche Geräte stehen am Übergang zum Internet. Angreifer finden sie per automatischer Suche, ganz ohne Zutun Ihrer Leute.
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ausgenutzt
Atlassian Multiple Products
So wird sie ausgenutzt: Präparierte Eingaben bringen die Software dazu, etwas zu tun, das sie nicht soll. Die Einzelheiten stehen in der verlinkten Beschreibung. Wer hier hineinkommt, kann Schadcode in die eigene Software schleusen und sie so an Kunden ausliefern.
Quelle: CISA, Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen. Die Links führen zur Beschreibung der Lücke in der US-Schwachstellendatenbank (englisch); die Erklärung oben ist meine Einordnung der dort genannten Lückenart.
Zeitraum: letzte 30 Tage, vom 01.10.2026 bis heute, wie oben gewählt. Gezeigt sind die sechs neuesten Einträge aus diesem Zeitraum.
Diese Liste beantwortet eine Frage nicht: ob Ihr Buchhalter morgen die gefälschte Rechnung freigibt. Updates schließen Lücken in Software. Die Lücke, um die es bei unseren Trainings geht, sitzt zwischen einer glaubwürdigen Bitte und einem Klick — und die schließt kein Patch.
Der Angreifer braucht Sie nicht mehr zu kennen. Die KI übernimmt das.
Jahrelang war schlechtes Deutsch das verlässlichste Erkennungsmerkmal einer Betrugsmail. Dieses Merkmal ist weg. Was sich sonst noch verschoben hat, und warum Ihre Firewall die entscheidende Frage nicht beantworten kann.
Angriffe kosteten Zeit
Wer ein Unternehmen gezielt angreifen wollte, musste recherchieren, Texte schreiben, Seiten nachbauen. Das lohnte sich nur bei großen Zielen, kleine Betriebe fielen durchs Raster.
Angriffe kosten fast nichts
Recherche, Textproduktion und Nachbau laufen automatisiert. Dieselbe Mühe, die früher für ein Ziel nötig war, deckt jetzt tausend Ziele ab und trifft damit auch den Handwerksbetrieb mit zwölf Mitarbeitern.
„Zu klein und unbekannt" schützt nicht mehr
Die Annahme, für Angreifer uninteressant zu sein, war schon immer riskant. Sie ist jetzt schlicht falsch, denn es gibt keine Zielauswahl mehr, die Sie schützt.
Was sich konkret geändert hat
Vier Verschiebungen, die alle in dieselbe Richtung wirken: Angriffe werden glaubwürdiger, persönlicher und häufiger.
Die Sprache verrät nichts mehr
Rechtschreibfehler, holprige Grammatik, seltsame Anreden: Das waren die Merkmale, auf die wir alle trainiert wurden. Heute schreibt ein Sprachmodell fehlerfreies Deutsch im Tonfall Ihrer Branche, inklusive korrekter Fachbegriffe und passender Höflichkeitsform.
Der Angriff kennt Ihren Kontext
Impressum, LinkedIn, Handelsregister, Pressemitteilungen, Stellenanzeigen: Öffentlich verfügbare Informationen reichen aus, um zu wissen, wer bei Ihnen Rechnungen freigibt, wer gerade neu ist und welches Projekt gerade läuft. Diese Recherche macht heute keine Person mehr.
Stimme und Gesicht sind kein Beweis mehr
Wenige Sekunden Audio genügen für eine überzeugende Stimmkopie, und das Material liefert jedes Video auf der Firmenwebsite. Der bekannteste Fall: Ein Konzernmitarbeiter überwies rund 25 Millionen US-Dollar nach einer Videokonferenz, in der alle Teilnehmer außer ihm gefälscht waren.
Angriffe laufen in Schritten, nicht als Einzelmail
Erst eine harmlose Kontaktaufnahme, dann ein Rückbezug auf die Antwort, dann die eigentliche Bitte. Solche mehrstufigen Abläufe brauchten früher einen Menschen, der drangeblieben ist. Heute laufen sie automatisiert weiter, auch über Wochen.
Technik kann nicht entscheiden, ob eine Bitte berechtigt ist.
Spamfilter erkennen Muster: bekannte Absender, verdächtige Anhänge, gemeldete Domains. Eine fehlerfrei formulierte E-Mail von einer neu registrierten, unauffälligen Domain, die auf einen echten Vorgang in Ihrem Haus Bezug nimmt und um eine plausible Handlung bittet, enthält kein einziges technisches Merkmal, an dem ein Filter sie stoppen könnte.
Die Frage „Ist es richtig, dass ich diese Zahlung jetzt freigebe?" beantwortet kein Produkt. Sie wird von einem Menschen beantwortet, unter Zeitdruck und zwischen vierzig anderen Mails.
Deshalb ist Awareness keine Ergänzung zur Technik, sondern die Schicht, die dort anfängt, wo Technik strukturell aufhört.
Was Technik zuverlässig leistet
- Bekannte Schadsoftware abfangen
- Gemeldete Absender und Domains blockieren
- Verdächtige Anhänge isolieren
- Zugriffe protokollieren und Backups vorhalten
Was sie nicht leisten kann
- Beurteilen, ob eine Bitte im Kontext plausibel ist
- Erkennen, dass die vertraute Stimme am Telefon synthetisch ist
- Verhindern, dass jemand sein Passwort freiwillig eingibt
- Ersetzen, dass jemand im Zweifel kurz zurückruft
Wie viele Schwachstellen sehen Sie in einem Büro?
Bevor man über Schulungen spricht, hilft es, das Problem einmal zu spüren statt es erklärt zu bekommen. In „Operation ORION" gehen Sie durch ein ganz normales Büro und suchen die Stellen, an denen ein Angreifer ansetzt: den Notizzettel am Monitor, das offene Postfach, den USB-Stick vom Messestand. In fünf Minuten wird greifbar, was sich technisch nicht abstellen lässt und warum es sich lohnt, genau dafür zu trainieren. Genau da setzt eine Awareness-Schulung an.
Operation ORION, das Büro-Spiel
Schlüpfen Sie in die Rolle eines Ermittlers und decken Sie die Sicherheitslücken an einem Arbeitsplatz auf. Ein spielerischer Einstieg ohne Vorwissen, ideal auch zum Weitergeben an Kolleginnen und Kollegen.
Spiel starten →Das eigentliche Ziel ist selten der Rechner
Wer Zugangsdaten hat, braucht keine Schadsoftware. Ein übernommenes Postfach liest mit, kennt Ihre Vorgänge, antwortet in laufenden Verläufen und beantragt in Ihrem Namen weitere Zugänge. Für Kollegen und Kunden sieht das aus wie Sie, weil es technisch Sie ist.
Deshalb steht der Schutz der eigenen Identität im Mittelpunkt meiner Schulung: Passwörter, Zwei-Faktor-Verfahren, Umgang mit Bestätigungsanfragen, und die Frage, was man tut, wenn es doch passiert ist.
Widerstandskraft ist messbar, oder sie ist eine Behauptung.
„Unsere Leute sind sensibilisiert" ist eine Vermutung. Eine Zahl darüber, wie viele in einer realistischen Situation tatsächlich klicken, ist eine Grundlage.
Der Bedarf der deutschen Wirtschaft, hier belastbar zu werden, ist heute strategisch: Das BSI verfolgt mit der Cybernation Deutschland genau dieses Ziel: Resilienz als Normalzustand statt als Projekt nach dem Vorfall. Für den einzelnen Betrieb heißt das: den eigenen Stand kennen, verbessern, erneut messen.
Kostenlos, drei simulierte Angriffe, anonymisierte Auswertung.
Und ja, das ist auch Pflicht.
Zwei Gesetze, eine Konsequenz: schulen und nachweisen. Viele Betriebe verbinden Schulungspflichten nur mit NIS2 und halten sich für nicht betroffen. Die DSGVO gilt aber für jeden, der personenbezogene Daten verarbeitet.
Bestimmte Sektoren ab bestimmter Größe
Die Richtlinie verpflichtet Leitungsorgane betroffener Einrichtungen, an Schulungen teilzunehmen und allen Mitarbeitern regelmäßig Schulungen anzubieten. Die Geschäftsführung ist ausdrücklich adressiert.
Betrifft in der Regel Unternehmen ab 50 Mitarbeitern oder 10 Mio. € Umsatz in den Sektoren Energie, Verkehr, Gesundheit, Wasser, digitale Infrastruktur, IT-Dienstleister, Post, Abfall, Chemie, Lebensmittel, Maschinenbau.
Praktisch jeder Betrieb
Artikel 32 verlangt „geeignete technische und organisatorische Maßnahmen". Schulung und Sensibilisierung des Personals sind organisatorische Maßnahmen, Artikel 39 nennt sie ausdrücklich.
Wer Kundendaten, Bewerbungen oder Personalakten verarbeitet, ist betroffen. Das ist jeder Betrieb.
Was belegbar sein muss
- Dass geschult wurde
- Wer teilgenommen hat
- Wann es stattfand
- Dass es wiederholt wird
Was nicht dokumentiert ist, gilt im Zweifel als nicht geschehen. Bei uns entstehen alle vier Nachweise automatisch als Nebenprodukt des Trainings.
Fünf Fragen, sofortige Einschätzung.
Pflichten-Abgleich: ISO 27001, NIS2, Cyberversicherung →