← Alle Beiträge

Sicherheit am Arbeitsplatz – Folge 1: Hardware-Keylogger

Ein kleines Gerät zwischen Tastatur und PC – und jedes Passwort ist weg. Der Hardware-Keylogger ist legal zu kaufen, funkt per WLAN und wird vom Computer nicht erkannt. Folge 1 der Serie „Sicherheit am Arbeitsplatz“: So funktioniert der Angriff und so schützt du dich – am Arbeitsplatz, in der Schule und zu Hause. Mehr Schutz-Tipps: secureit.icu

Das sage ich im Video

Ihr seid echt der Hammer. Nachdem es für mein letztes Video mit dem Keylogger so viele Aufrufe gab und auch eine Diskussion entstand, was da alles möglich ist und was das Gerät alles erkennt, dachte ich mir: Jetzt muss ich es euch auch noch zeigen. Hier kommen die Informationen, was man mit so einem Keylogger tatsächlich alles machen kann.

Ich muss sagen: eines der krassesten Sicherheitsprobleme, mit dem man sich beschäftigen muss – egal ob privat, in der Schule oder natürlich auf der Arbeit. Ich kümmere mich hauptsächlich um den beruflichen Sektor und will Arbeitsplätze sicher machen, aber ihr habt das Problem genauso zu Hause oder in der Schule. Schaut es euch an.

Um dieses kleine Gerät geht es. Ein sogenannter Hardware-Keylogger, oder Keygrabber, wird er auch genannt. Den kann man frei verkäuflich und legal kaufen, und er dient nur einem Zweck: Ihr steckt ihn zwischen Tastatur und PC oder Laptop – in meinem Fall – und könnt dann einfach alle Eingaben aufzeichnen, die über die Tastatur gemacht werden. Der hat hier noch ein WiFi-Modul, damit kann er direkt per WLAN abgefragt werden.

Man steckt ihn also in irgendeinen PC, zwischen die Tastatur und den PC. Wenn man sich dann in der Nähe befindet, kann man einfach über WLAN die Eingaben der Tastatur abfangen – und somit Passwörter und alle möglichen Dinge mitlesen, die der Anwender vor dem PC eingibt.

Ich zeige euch, wie es funktioniert. Ich habe hier einen Laptop mit den kleineren USB-Anschlüssen, deshalb habe ich die Tastatur in einen Adapter eingesteckt. Ich habe hier eine zusätzliche USB-Tastatur, die per Kabel reingeht, und auf der kann ich ganz normal meine Eingaben machen. Jetzt stecke ich das Gerät dazwischen – es steckt einfach im USB-Anschluss, und die Tastatur kommt oben drauf.

Der Dongle hat sich initialisiert, das dauert ein paar Sekunden, dann bietet er sein WiFi an. Das habe ich hier auch verbunden. Ich brauche zwei Minuten, bis ich das Ding verstanden habe und benutzen kann – also ganz easy. Jetzt kann ich alle Eingaben, die ich mache, hinterher abfragen. Egal in welchem Fenster: Benutzerdaten, Passwörter, Login-Fenster, Windows – überall, wo ihr tippt und eingebt.

Hier habe ich die Oberfläche des kleinen Geräts schon offen; man gibt einfach im Browser die Adresse des Geräts ein. Und dann seht ihr hier meine ganzen Eingaben. Das habe ich tatsächlich eingegeben, und jedes Mal, wenn ich etwas tippe, kann der Angreifer sehen, was ich getippt habe – und so mein Passwort mitlesen.

Das kommt auf dem PC überhaupt nicht an. Das Gerät steckt zwischen dem Kabel der Tastatur und dem eigentlichen Computer und wird nicht wie ein eigenes Gerät geführt. Es liest einfach die Daten mit, die durch das Kabel in den Computer fließen. Entsprechend werden die Zeichen abgefangen und hier dargestellt. Ihr seht: Da sind Enter dabei, Backspaces, also die Rücktaste, und auch die Sonderzeichen. So sind eure Passwörter relativ schnell weg.

Wie schon viele richtig kommentiert haben, scheint der einzige Schutz zu sein, dass man kontrolliert, ob solche Dinge im PC stecken, bevor man ihn benutzt – weil sie ja nicht erkannt werden können. Also passt auf und schützt euch. Ich hoffe, ich habe damit ein bisschen Klarheit in die Kommentare gebracht. Vielen Dank für euer Feedback. Kommentiert, liked und folgt mir für mehr solche Videos und Informationen.

Weitere Videos gibt es auf TikTok, Instagram und YouTube.

Weitere Beiträge

In einer Stunde eingerichtet, in einer Woche geschult.

Konto kostenlos anlegen, Team eintragen, Kurs freischalten. Bezahlt wird erst beim Start. Lieber erst sehen, wie eine Test-Mail aussieht? Der Selbsttest ist kostenlos.

Team eintragen Erst selbst testen