Was weiß die Webseite über dich?
Ganz automatisch teilt ihr bei jedem Webseitenbesuch jede Menge Daten – egal ob per Smartphone, PC, Link oder QR-Code: IP-Adresse, Sprache, Browser-Version (und damit fehlende Updates), Betriebssystem, Prozessorkerne, Bildschirm, Zeitzone, Dark Mode … bis hin zu Fingerabdrücken aus Grafikkarte, Schrift-Darstellung und Audio, mit denen ihr wiedererkannt und für Werbung verfolgt werdet. Pr...
Ganz automatisch teilt ihr bei jedem Webseitenbesuch jede Menge Daten – egal ob per Smartphone, PC, Link oder QR-Code: IP-Adresse, Sprache, Browser-Version (und damit fehlende Updates), Betriebssystem, Prozessorkerne, Bildschirm, Zeitzone, Dark Mode … bis hin zu Fingerabdrücken aus Grafikkarte, Schrift-Darstellung und Audio, mit denen ihr wiedererkannt und für Werbung verfolgt werdet. Probiert den kostenlosen Selbsttest auf secureit.icu unter Tools: „Was weiß die Webseite über mich?“
Das sage ich im Video
Ganz automatisch teilt ihr eure Daten mit jeder Website, mit jedem Website-Betreiber, den ihr besucht – egal, ob ihr die Seite auf dem Smartphone oder am PC aufruft, einem Link folgt oder einen QR-Code scannt. Sobald ihr die Website öffnet, bekommt der Betreiber jede Menge Infos über euch.
Ich biete auf meiner Website einen Selbsttest an: Unter „Tools“ findet ihr die Funktion „Was weiß die Webseite über mich?“. Schaut sie euch an, dort könnt ihr alles nachlesen und seht, was ihr mit eurem Setup über euch preisgebt.
Es geht los mit ganz technischen Dingen wie der IP-Adresse und der Sprache, die ihr sprecht. Die Webseite weiß also, ob ihr Deutsch sprecht – ganz interessant, wenn ihr später Phishing-E-Mails bekommt. Dazu kommt, welche Dateiformate ihr verarbeiten könnt, die Komprimierung und so weiter – langweiliges Zeug. Tatsächlich auch, woher ihr kommt, also von welcher Seite ihr auf die Webseite gelangt seid. Der Webserver, den ihr beim Aufrufen abfragt, sieht auch, welche Browser-Version ihr benutzt – also ob ihr alle Updates installiert habt, ob ihr Firefox nutzt und so weiter.
Das alles kann jeder Betreiber einer Webseite sehen. Damit gebt ihr eure Daten automatisch auch an eigentlich unsichere, nicht vertrauenswürdige Stellen weiter, sodass sie missbraucht werden können.
Man sieht das Betriebssystem – ob ihr mit Linux, Windows oder etwas anderem kommt –, wie viele Prozessorkerne und wie viel Arbeitsspeicher ihr habt, die Bildschirmauflösung, wie groß das Fenster ist, ob ihr eine Maus benutzt, welche Zeit auf eurem PC läuft und damit in welcher Zeitzone ihr euch befindet – wieder ein Hinweis darauf, wo auf der Welt ihr seid. Dazu eure Uhrzeit, ob ihr das dunkle oder helle Design aktiviert habt, höheren Kontrast und so weiter.
Also jede Menge Informationen. Schaut euch einmal an, was ihr eigentlich ständig preisgebt – bis hin zu Fingerabdrücken, die ihr der Webseite mitteilt und die zu Werbezwecken genutzt werden. Es gibt Fingerabdrücke, die auf der Darstellung von Zeichen basieren, welche, die auf Klang basieren, und welche, die mit der Hardware zu tun haben, zum Beispiel mit eurer Grafikkarte. Daraus werden Kennungen berechnet, die euch eindeutig identifizieren: So weiß die Webseite, dass ihr wiederkommt, ihr könnt dort weitermachen, wo ihr aufgehört habt – oder sie kann euch passende Werbung anbieten.
Schaut es euch an, ich habe es für euch aufbereitet. Ihr könnt den Test einfach aufrufen und bekommt einen Einblick, was ihr jedes Mal teilt, wenn ihr eine Webseite besucht. Viel Spaß!