Wie ist die aktuelle Lage in Deutschland im Büro?
Letzte 30 Tage: vom 01.10.2026 bis heute. Gilt für Lagekarte, Verlauf und die Listen; die Weltkarte hat feste Zeiträume, das steht jeweils darunter.
Wo in einem Betrieb die aktuellen Lücken sitzen
292 Meldungen in den letzten 30 Tagen: Warnungen des BSI und Lücken, die die US-Behörde CISA als ausgenutzt meldet. Steht eine CISA-Lücke schon in einer BSI-Warnung, zähle ich sie einmal. Nicht mitgezählt sind 594 ältere BSI-Warnungen, die im Zeitraum nur aktualisiert wurden.
Kreis oder Bereich anklicken für die einzelnen Meldungen. Bild: KI-generiert.
Je größer der Kreis, desto mehr Warnungen roter Rand: mindestens eine kritische oder nachweislich ausgenutzte
- 121 Serverraum davon 3 kritisch davon 4 nachweislich ausgenutzt Linux Kernel (12) · MISP (6) · Grafana (5) Details ansehen →
- 48 Firewall, VPN und Router davon 5 kritisch davon 8 nachweislich ausgenutzt Fortinet (10) · MikroTik RouterOS (3) · Ivanti (2) Details ansehen →
- 33 Website, Hosting und Cloud davon 3 kritisch davon 7 nachweislich ausgenutzt Apache Struts (2) · ONLYOFFICE Docs (2) · Strapi (2) Details ansehen →
- 31 Software-Entwicklung davon 2 kritisch davon 1 nachweislich ausgenutzt Oracle Java (3) · JetBrains TeamCity (3) · GitLab (2) Details ansehen →
- 26 Büro-Arbeitsplätze davon 2 kritisch davon 2 nachweislich ausgenutzt Google Chrome und Microsoft Edge (7) · Mozilla Firefox und Thunderbird (3) · Dell BIOS (2) Details ansehen →
- 20 Zentrale KI-Dienste MLflow (5) · vllm (5) · Langflow (3) Details ansehen →
- 13 Mobiles Arbeiten und Fernzugriff Android (3) · FreeRDP (3) · Citrix (2) Details ansehen →
So ordne ich zu: Jede Warnung landet in genau einem Bereich, je nachdem, welche Software betroffen ist. Gemietete Cloud-Dienste wie Microsoft 365, SharePoint Online oder Google Workspace kommen hier nicht vor. Deren Anbieter müssen dieselben Lücken schließen, spielen die Korrekturen aber selbst ein, das fällt nicht auf Ihren Betrieb zurück. Die Karte zeigt nur, was Sie oder Ihr IT-Dienstleister selbst aktualisieren müssen. Ein Webserver im Internet kann dabei in zwei Bereichen auftauchen: mit der Website-Software unter „Website, Hosting und Cloud“, mit Linux, Datenbank und Backup unter „Serverraum“.
Quelle: BSI, Warn- und Informationsdienst (CERT-Bund). Allgemeine Bibliotheken, die in fast jeder Software stecken (etwa OpenSSL oder glibc), zähle ich keinem Bereich zu. Die Einordnung stammt von mir, nicht vom BSI. Zur Wochenlage im Detail ↓
Zeitraum: letzte 30 Tage, vom 01.10.2026 bis heute, wie oben gewählt.
Meldungen je Tag und Bereich
Jeder Balken zeigt, wie viele Warnungen das BSI am Tag erstmals veröffentlicht hat, gestapelt nach Schweregrad. Spätere Aktualisierungen zählen am Tag der Erstmeldung. Balken anfahren zeigt die Zahlen.
| 1 | 6 | 11 | 16 | 21 | 26 | 30 | gesamt | ||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Serverraum | 119 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Firewall, VPN und Router | 46 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Software-Entwicklung | 31 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Website, Hosting und Cloud | 28 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Büro-Arbeitsplätze | 26 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Zentrale KI-Dienste | 20 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Mobiles Arbeiten und Fernzugriff | 13 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Alle Bereiche | 13 | 6 | 9 | 11 | 19 | 20 | 24 | 10 | 13 | 34 | 19 | 12 | 7 | 14 | 17 | 16 | 10 | 11 | 5 | 2 | 11 | 283 |
kritischhochmittelniedrig
Zeitraum: letzte 30 Tage, vom 01.10.2026 bis heute, wie oben gewählt. Ein Balken je Tag.
Staatliche Angreifer, die die CISA benennt
Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA ordnet manche ihrer Warnungen staatlichen Angreifern aus einem bestimmten Land zu. Die Karte zeigt, wie oft sie das in den letzten drei Jahren getan hat. Das ist ein Ausschnitt aus Sicht der USA, keine Statistik der Angriffe auf Deutschland: Die meisten Warnungen nennen gar kein Land, darunter alle zu Ransomware-Gruppen (Kasten unter der Karte).
Zahl im Kreis: CISA-Warnungen der letzten drei Jahre, die Akteure aus dem Land nennen Pfeil: Eine Lücke aus diesen Warnungen steht im Zeitraum auch in einer BSI-Meldung, betrifft also auch hier verbreitete Software
29 der 48 CISA-Warnungen der letzten drei Jahre nennen kein Land, 13 davon betreffen Ransomware-Gruppen. Solche Gruppen arbeiten für Geld, oft über Ländergrenzen hinweg, und lassen sich selten einem Staat zuordnen. Für Betriebe in Deutschland sind sie die häufigere Gefahr: Ransomware ist laut BSI die größte Bedrohung für Unternehmen.
Im Zeitraum keine BSI-Meldung mit einer dieser Lücken.
Die CISA-Warnungen
- A Tale of Two SOCs: Insights From Two Red Team Assessments 08/2026
- Defending Against an Active Threat to Siemens S7 Series PLCs 08/2026
- #StopRansomware: Gunra Ransomware 08/2026 · 2 CVE
- CISA Shares Lessons Learned from an Incident Response Engagement 09/2025 · 2 CVE
- CISA and USCG Identify Areas for Cyber Hygiene Improvement After Conducting Proactive Threat Hunt at US Critical Infrastructure Organization 07/2025
- #StopRansomware: Interlock 07/2025
- Ransomware Actors Exploit Unpatched SimpleHelp Remote Monitoring and Management to Compromise Utility Billing Software Provider 06/2025 · 1 CVE
- Threat Actors Deploy LummaC2 Malware to Exfiltrate Sensitive Data from Organizations 05/2025
- Fast Flux: A National Security Threat 04/2025
- #StopRansomware: Medusa Ransomware 03/2025 · 4 CVE
- #StopRansomware: Ghost (Cring) Ransomware 02/2025 · 11 CVE
- Threat Actors Chained Vulnerabilities in Ivanti Cloud Service Applications 01/2025 · 7 CVE
-
Russland
8 CISA-Warnungen seit 10/2023 · 20 Lücken genannt
Im Zeitraum keine BSI-Meldung mit einer dieser Lücken.
Die CISA-Warnungen
- Russian State-Supported Cyber Actors Conduct Phishing Campaign Targeting Users of Zimbra Collaboration Suite 07/2026 · 1 CVE
- Improve Router Hygiene to Protect Against Russian State-Sponsored Targeting 07/2026 · 3 CVE
- Pro-Russia Hacktivists Conduct Opportunistic Attacks Against US and Global Critical Infrastructure 12/2025
- Russian GRU Targeting Western Logistics Entities and Technology Companies 05/2025 · 5 CVE
- Russian Military Cyber Actors Target US and Global Critical Infrastructure 09/2024 · 10 CVE
- SVR Cyber Actors Adapt Tactics for Initial Cloud Access 02/2024
- Russian Foreign Intelligence Service (SVR) Exploiting JetBrains TeamCity CVE Globally 12/2023 · 1 CVE
- Russian FSB Cyber Actor Star Blizzard Continues Worldwide Spearphishing Campaigns 12/2023
-
China
6 CISA-Warnungen seit 10/2023 · 20 Lücken genannt
Im Zeitraum keine BSI-Meldung mit einer dieser Lücken.
Die CISA-Warnungen
- Chinese Government-linked Cyber Threat Actors Combine Automated and Hands-on Hacking Tools to Steal Sensitive Data 10/2026 · 8 CVE
- China-Based Artificial Intelligence Companies Conducting Industrial-Scale Distillation Campaigns Against U.S. AI Companies 09/2026
- Defending Against China-Nexus Covert Networks of Compromised Devices 04/2026
- Countering Chinese State-Sponsored Actors Compromise of Networks Worldwide to Feed Global Espionage System 08/2025 · 6 CVE
- People’s Republic of China (PRC) Ministry of State Security APT40 Tradecraft in Action 07/2024 · 5 CVE
- PRC State-Sponsored Actors Compromise and Maintain Persistent Access to U.S. Critical Infrastructure 02/2024 · 1 CVE
-
Iran
4 CISA-Warnungen seit 10/2023 · 7 Lücken genannt
Im Zeitraum keine BSI-Meldung mit einer dieser Lücken.
Die CISA-Warnungen
- Iranian-Affiliated Cyber Actors Exploit Programmable Logic Controllers Across US Critical Infrastructure 04/2026
- Iranian Cyber Actors’ Brute Force and Credential Access Activity Compromises Critical Infrastructure Organizations 10/2024 · 1 CVE
- Iran-based Cyber Actors Enabling Ransomware Attacks on US Organizations 08/2024 · 6 CVE
- IRGC-Affiliated Cyber Actors Exploit PLCs in Multiple Sectors, Including US Water and Wastewater Systems Facilities 12/2023
-
Nordkorea
1 CISA-Warnung seit 10/2023 · 44 Lücken genannt
Im Zeitraum keine BSI-Meldung mit einer dieser Lücken.
Die CISA-Warnungen
Quelle: CISA, Cybersecurity Advisories (Herkunft laut Titel der Warnung); BSI, Warn- und Informationsdienst. Kartengrundlage: Natural Earth. Eine Zuordnung zu einem Land ist eine Aussage der CISA, kein Beleg für einen Angriff auf Deutschland.
Zeitraum: Die Kreise folgen der Auswahl oben nicht: Sie zählen die CISA-Warnungen der letzten drei Jahre, denn staatliche Angreifer benennt die CISA nur wenige Male im Jahr. Die BSI-Meldungen, die beim Anklicken eines Landes erscheinen, folgen dagegen dem Zeitraum oben.
In den letzten 30 Tagen hat das BSI 77 neue Warnungen zu Software veröffentlicht, die in Betrieben täglich läuft.
Die amtliche Meldelage, auf Ihre Büroarbeitsplätze zugeschnitten. Ich hole sie zweimal täglich beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und zeige hier nur, was auf normalen Bürorechnern und in fast jedem Betrieb läuft. Jede Zeile führt zur Originalmeldung des BSI. Die Lagekarte oben zählt alle Bereiche im Haus, deshalb ist die Zahl dort größer.
8
kritisch42
hoch24
mittel55
ältere, nur aktualisiertGezählt sind nur Warnungen, die das BSI im Zeitraum zum ersten Mal veröffentlicht hat. Ältere, nur aktualisiert sind frühere Warnungen, die das BSI im Zeitraum ergänzt hat, etwa weil der Hersteller ein Update nachgeliefert hat. Sie stehen nicht in den Zahlen; über „Mit Aktualisierungen“ in der Lagekarte zählen sie mit.
Betroffen ist, was bei Ihnen läuft
-
kritisch
GitLab
2 Meldungen
- GitLab: Mehrere Schwachstellen kritisch · WID-SEC-2026-3858
- GitLab: Mehrere Schwachstellen hoch · WID-SEC-2026-4115
-
kritisch
Nextcloud
3 Meldungen
- Collabora Online Built-in CODE Server (NextCloud): Schwachstelle ermöglicht Ausführen von beliebigem Programmcode mit Benutzerrechten kritisch · WID-SEC-2026-4011
- Nextcloud (Server, Tables, Whiteboard, Files Confidential, Collectives, Richdocuments): Mehrere Schwachstellen mittel · WID-SEC-2026-4185
- Nextcloud: Mehrere Schwachstellen mittel · WID-SEC-2026-3840
-
kritisch
Fortinet
9 Meldungen
- Fortinet FortiMail: Schwachstelle ermöglicht Manipulation von Dateien kritisch · WID-SEC-2026-3701
- Fortinet FortiSandbox: Mehrere Schwachstellen hoch · WID-SEC-2026-3940
- Fortinet FortiOS, FortiManager, FortiAnalyzer, FortiMail und FortiAuthenticator: Mehrere Schwachstellen ermöglichen nicht spezifizierten Angriff hoch · WID-SEC-2026-4133
- Fortinet FortiSIEM: Mehrere Schwachstellen ermöglichen Codeausführung hoch · WID-SEC-2026-3934
- Fortinet FortiAnalyzer und FortiManager: Mehrere Schwachstellen ermöglichen SQL-Injection hoch · WID-SEC-2026-3935
- Fortinet FortiMail: Schwachstelle ermöglicht Codeausführung hoch · WID-SEC-2026-3929
- Fortinet FortiOS: Schwachstelle ermöglicht Denial of Service mittel · WID-SEC-2026-3933
- Fortinet FortiManager: Schwachstelle ermöglicht Privilegieneskalation mittel · WID-SEC-2026-3939
- Fortinet FortiOS, FortiProxy und Fortinet FortiSwitch: Schwachstelle ermöglicht Denial of Service niedrig · WID-SEC-2026-3932
- kritisch Microsoft 365 und Office
- kritisch SonicWall
- kritisch Cisco Secure Email Gateway
- kritisch Microsoft Windows
- kritisch Cisco Catalyst SD-WAN Manager
- hoch Cisco Secure Firewall Threat Defense und Cisco ASA
- hoch Sophos Unified Threat Management (UTM) Software
-
hoch
Atlassian-Produkte (Confluence, Jira und weitere)
2 Meldungen
-
hoch
Google Chrome und Microsoft Edge
6 Meldungen
- Google Chrome / Microsoft Edge: Mehrere Schwachstellen hoch · WID-SEC-2026-3761
- Google Chrome / Microsoft Edge: Mehrere Schwachstellen hoch · WID-SEC-2026-4067
- Google Chrome / Microsoft Edge: Mehrere Schwachstellen hoch · WID-SEC-2026-3982
- Microsoft Edge: Mehrere Schwachstellen ermöglichen Codeausführung hoch · WID-SEC-2026-4040
- Google Chrome / Microsoft Edge: Mehrere Schwachstellen hoch · WID-SEC-2026-3737
- Google Chrome: Mehrere Schwachstellen hoch · WID-SEC-2026-3905
Quelle: BSI, Warn- und Informationsdienst (CERT-Bund). Stand 30.10.2026, 08:43 Uhr.
Zeitraum: letzte 30 Tage, vom 01.10.2026 bis heute, wie oben gewählt.
Und das wird bereits angegriffen
Eine Lücke ist das eine. Diese hier werden nachweislich ausgenutzt — die US-Cybersicherheitsbehörde führt darüber einen offenen Katalog, und ihre eigenen Behörden müssen daraufhin binnen Frist handeln.
-
ausgenutzt
Cisco Secure Firewall ASA Software and Cisco Secure FTD Software
So wird sie ausgenutzt: Präparierte Eingaben bringen die Software dazu, etwas zu tun, das sie nicht soll. Die Einzelheiten stehen in der verlinkten Beschreibung. Solche Geräte stehen am Übergang zum Internet. Angreifer finden sie per automatischer Suche, ganz ohne Zutun Ihrer Leute.
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ausgenutzt
Broadcom VMware ESX
So wird sie ausgenutzt: Präparierte Eingaben bringen die Software dazu, etwas zu tun, das sie nicht soll. Die Einzelheiten stehen in der verlinkten Beschreibung. Steht ein Server nur im Haus, ist er meist der zweite Schritt: Wer schon im Netz ist, etwa nach einer Phishing-Mail, springt von hier aus weiter zu Daten und Backups. Mail- und Dateiserver wie Exchange, SharePoint Server oder Nextcloud hängen aber oft direkt am Internet und sind dann genauso offen wie eine Website.
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ausgenutzt
Adobe Commerce and Magento
So wird sie ausgenutzt: Unkontrollierter Upload: Angreifer laden eine Datei mit Schadcode hoch und rufen sie anschließend auf. Die Anwendung ist aus dem Internet erreichbar und wird rund um die Uhr automatisiert abgesucht.
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ausgenutzt
Google Brotli
So wird sie ausgenutzt: Speicherfehler: Präparierte Daten – eine Webseite, eine Datei oder ein Netzwerkpaket – bringen das Programm dazu, eingeschleusten Code auszuführen.
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ausgenutzt
Fortinet Multiple Products
So wird sie ausgenutzt: Verzeichnis-Ausbruch: Mit manipulierten Dateipfaden greifen Angreifer auf Dateien außerhalb des erlaubten Bereichs zu, etwa auf Konfiguration oder Zugangsdaten. Solche Geräte stehen am Übergang zum Internet. Angreifer finden sie per automatischer Suche, ganz ohne Zutun Ihrer Leute.
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ausgenutzt
Atlassian Multiple Products
So wird sie ausgenutzt: Präparierte Eingaben bringen die Software dazu, etwas zu tun, das sie nicht soll. Die Einzelheiten stehen in der verlinkten Beschreibung. Wer hier hineinkommt, kann Schadcode in die eigene Software schleusen und sie so an Kunden ausliefern.
Quelle: CISA, Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen. Die Links führen zur Beschreibung der Lücke in der US-Schwachstellendatenbank (englisch); die Erklärung oben ist meine Einordnung der dort genannten Lückenart.
Zeitraum: letzte 30 Tage, vom 01.10.2026 bis heute, wie oben gewählt. Gezeigt sind die sechs neuesten Einträge aus diesem Zeitraum.
Diese Liste beantwortet eine Frage nicht: ob Ihr Buchhalter morgen die gefälschte Rechnung freigibt. Updates schließen Lücken in Software. Die Lücke, um die es bei unseren Trainings geht, sitzt zwischen einer glaubwürdigen Bitte und einem Klick — und die schließt kein Patch.
Der Angreifer braucht Sie nicht mehr zu kennen. Die KI übernimmt das.
Jahrelang war schlechtes Deutsch das verlässlichste Erkennungsmerkmal einer Betrugsmail. Dieses Merkmal ist weg. Was sich sonst noch verschoben hat, und warum Ihre Firewall die entscheidende Frage nicht beantworten kann.
Angriffe kosteten Zeit
Wer ein Unternehmen gezielt angreifen wollte, musste recherchieren, Texte schreiben, Seiten nachbauen. Das lohnte sich nur bei großen Zielen, kleine Betriebe fielen durchs Raster.
Angriffe kosten fast nichts
Recherche, Textproduktion und Nachbau laufen automatisiert. Dieselbe Mühe, die früher für ein Ziel nötig war, deckt jetzt tausend Ziele ab und trifft damit auch den Handwerksbetrieb mit zwölf Mitarbeitern.
„Zu klein und unbekannt" schützt nicht mehr
Die Annahme, für Angreifer uninteressant zu sein, war schon immer riskant. Sie ist jetzt schlicht falsch, denn es gibt keine Zielauswahl mehr, die Sie schützt.
Was sich konkret geändert hat
Vier Verschiebungen, die alle in dieselbe Richtung wirken: Angriffe werden glaubwürdiger, persönlicher und häufiger.
Die Sprache verrät nichts mehr
Rechtschreibfehler, holprige Grammatik, seltsame Anreden: Das waren die Merkmale, auf die wir alle trainiert wurden. Heute schreibt ein Sprachmodell fehlerfreies Deutsch im Tonfall Ihrer Branche, inklusive korrekter Fachbegriffe und passender Höflichkeitsform.
Der Angriff kennt Ihren Kontext
Impressum, LinkedIn, Handelsregister, Pressemitteilungen, Stellenanzeigen: Öffentlich verfügbare Informationen reichen aus, um zu wissen, wer bei Ihnen Rechnungen freigibt, wer gerade neu ist und welches Projekt gerade läuft. Diese Recherche macht heute keine Person mehr.
Stimme und Gesicht sind kein Beweis mehr
Wenige Sekunden Audio genügen für eine überzeugende Stimmkopie, und das Material liefert jedes Video auf der Firmenwebsite. Der bekannteste Fall: Ein Konzernmitarbeiter überwies rund 25 Millionen US-Dollar nach einer Videokonferenz, in der alle Teilnehmer außer ihm gefälscht waren.
Angriffe laufen in Schritten, nicht als Einzelmail
Erst eine harmlose Kontaktaufnahme, dann ein Rückbezug auf die Antwort, dann die eigentliche Bitte. Solche mehrstufigen Abläufe brauchten früher einen Menschen, der drangeblieben ist. Heute laufen sie automatisiert weiter, auch über Wochen.
Technik kann nicht entscheiden, ob eine Bitte berechtigt ist.
Spamfilter erkennen Muster: bekannte Absender, verdächtige Anhänge, gemeldete Domains. Eine fehlerfrei formulierte E-Mail von einer neu registrierten, unauffälligen Domain, die auf einen echten Vorgang in Ihrem Haus Bezug nimmt und um eine plausible Handlung bittet, enthält kein einziges technisches Merkmal, an dem ein Filter sie stoppen könnte.
Die Frage „Ist es richtig, dass ich diese Zahlung jetzt freigebe?" beantwortet kein Produkt. Sie wird von einem Menschen beantwortet, unter Zeitdruck und zwischen vierzig anderen Mails.
Deshalb ist Awareness keine Ergänzung zur Technik, sondern die Schicht, die dort anfängt, wo Technik strukturell aufhört.
Was Technik zuverlässig leistet
- Bekannte Schadsoftware abfangen
- Gemeldete Absender und Domains blockieren
- Verdächtige Anhänge isolieren
- Zugriffe protokollieren und Backups vorhalten
Was sie nicht leisten kann
- Beurteilen, ob eine Bitte im Kontext plausibel ist
- Erkennen, dass die vertraute Stimme am Telefon synthetisch ist
- Verhindern, dass jemand sein Passwort freiwillig eingibt
- Ersetzen, dass jemand im Zweifel kurz zurückruft
Wie viele Schwachstellen sehen Sie in einem Büro?
Bevor man über Schulungen spricht, hilft es, das Problem einmal zu spüren statt es erklärt zu bekommen. In „Operation ORION" gehen Sie durch ein ganz normales Büro und suchen die Stellen, an denen ein Angreifer ansetzt: den Notizzettel am Monitor, das offene Postfach, den USB-Stick vom Messestand. In fünf Minuten wird greifbar, was sich technisch nicht abstellen lässt und warum es sich lohnt, genau dafür zu trainieren. Genau da setzt eine Awareness-Schulung an.
Operation ORION, das Büro-Spiel
Schlüpfen Sie in die Rolle eines Ermittlers und decken Sie die Sicherheitslücken an einem Arbeitsplatz auf. Ein spielerischer Einstieg ohne Vorwissen, ideal auch zum Weitergeben an Kolleginnen und Kollegen.
Spiel starten →Das eigentliche Ziel ist selten der Rechner
Wer Zugangsdaten hat, braucht keine Schadsoftware. Ein übernommenes Postfach liest mit, kennt Ihre Vorgänge, antwortet in laufenden Verläufen und beantragt in Ihrem Namen weitere Zugänge. Für Kollegen und Kunden sieht das aus wie Sie, weil es technisch Sie ist.
Deshalb steht der Schutz der eigenen Identität im Mittelpunkt meiner Schulung: Passwörter, Zwei-Faktor-Verfahren, Umgang mit Bestätigungsanfragen, und die Frage, was man tut, wenn es doch passiert ist.
Widerstandskraft ist messbar, oder sie ist eine Behauptung.
„Unsere Leute sind sensibilisiert" ist eine Vermutung. Eine Zahl darüber, wie viele in einer realistischen Situation tatsächlich klicken, ist eine Grundlage.
Der Bedarf der deutschen Wirtschaft, hier belastbar zu werden, ist heute strategisch: Das BSI verfolgt mit der Cybernation Deutschland genau dieses Ziel: Resilienz als Normalzustand statt als Projekt nach dem Vorfall. Für den einzelnen Betrieb heißt das: den eigenen Stand kennen, verbessern, erneut messen.
Kostenlos, drei simulierte Angriffe, anonymisierte Auswertung.
Und ja, das ist auch Pflicht.
Zwei Gesetze, eine Konsequenz: schulen und nachweisen. Viele Betriebe verbinden Schulungspflichten nur mit NIS2 und halten sich für nicht betroffen. Die DSGVO gilt aber für jeden, der personenbezogene Daten verarbeitet.
Bestimmte Sektoren ab bestimmter Größe
Die Richtlinie verpflichtet Leitungsorgane betroffener Einrichtungen, an Schulungen teilzunehmen und allen Mitarbeitern regelmäßig Schulungen anzubieten. Die Geschäftsführung ist ausdrücklich adressiert.
Betrifft in der Regel Unternehmen ab 50 Mitarbeitern oder 10 Mio. € Umsatz in den Sektoren Energie, Verkehr, Gesundheit, Wasser, digitale Infrastruktur, IT-Dienstleister, Post, Abfall, Chemie, Lebensmittel, Maschinenbau.
Praktisch jeder Betrieb
Artikel 32 verlangt „geeignete technische und organisatorische Maßnahmen". Schulung und Sensibilisierung des Personals sind organisatorische Maßnahmen, Artikel 39 nennt sie ausdrücklich.
Wer Kundendaten, Bewerbungen oder Personalakten verarbeitet, ist betroffen. Das ist jeder Betrieb.
Was belegbar sein muss
- Dass geschult wurde
- Wer teilgenommen hat
- Wann es stattfand
- Dass es wiederholt wird
Was nicht dokumentiert ist, gilt im Zweifel als nicht geschehen. Bei uns entstehen alle vier Nachweise automatisch als Nebenprodukt des Trainings.
Fünf Fragen, sofortige Einschätzung.
Pflichten-Abgleich: ISO 27001, NIS2, Cyberversicherung →